Westgotische Kursive 6. - 11. Jh.
Spanische Kursive
Auf der iberischen Halbinsel im frühen Mittelalter gebrauchte Bedarfsschrift. Sie entwickelt sich aus der Jüngeren römischen Kursive. Früheste Schriftzeugnisse in Urkunden auf Schiefertafeln stammen aus dem 6. Jh. Ihre charakteristischen Eigenheiten bilden sich ab etwa der Mitte des 7. Jhs. aus. Die Kursive wird nicht nur für Handschriften, sondern auch für Schriftstücke des Geschäftsverkehrs verwendet. Als Buchschrift unterscheidet sie sich anfänglich kaum von der Geschäftsschrift, bis sich ab dem 8. Jh. eine eigenständige Westgotische Minuskelschrift mit kalligraphischem Anspruch entwickelt.

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