Rotunda         13.-16. Jh.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
   


Die Rotunda ist eine norditalienische Minuskelschrift, die sich aus der Beneventana entwickelt hat. Sie kommt im frühen 13. Jh. auf und wird Mitte des 14. Jahrhunderts an der Universität Bologna als Gegenentwurf zur gotischen Minuskel ausentwickelt. Hauptcharakteristikum der skriptographischen Hochform im 13. und 14. Jahrhundert ist neben den betonten vertikalen Grundstrichen vor allem ihr breiter Duktus. Sie besitzt zwar einen gotischen Charakter, jedoch wird die Brechung der Buchstabenbögen nur angedeutet und nicht vollständig durchgeführt. Sie wird deshalb auch Rund- oder Halbgotisch genannt. Verbreitet war sie im Hochmittelalter hauptsächlich in Italien, Südfrankreich und Spanien. Nördlich der Alpen wird sie erst ab dem späten 15. Jh. im Buchdruck verwendet

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Lombardische Majuskel 10.-15. Jh.
Notula 12.-16. Jh.
Textura 12.-16. Jh.
Gutenbergs Bibelschrift 15. Jh.
Schwabacher 15. Jh.
Antiqua 15. Jh.
Bastarda 14.-16. Jh.
Fraktur 15./16. Jh.
Kursive 16. Jh.
Garamond 16. Jh.
Etienne 17. Jh.
Didot 18. Jh.