Jülich, Schloßstraße, Kreis Düren
Bericht zur Maßnahme NW 2009/1079

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Inhalt
I. Anlaß und Lage
II. Technische Vorgehensweise,
    Projektablauf, Vermessung

III. Archivlage und benachbarte
      Befunde

IV. Technische Stellen
  IV.1. Pfahlbohrungen
  IV.2. Schnitte
V. Befundlage
  V.1. Stratigraphie Pfahlbohrungen
  V.2. Mauerbefunde
    V.2.1. Spätmittelalterliche
             Pfeilerfundamente
             St.21/31, 25, 26 und 27

    V.2.2. Spätneuzeitliche
             Ziegelmauerwerke
             St.20/28, 29 und 30

  V.3. Spätmittelalterlicher
        Grabenbefund St. 32

  V.4. Römische Fundschicht
        21-44/25-14/26-12/27-15

VI. Zusammenfassung
Literatur
Abbildungsnachweis
Bohrprofilschnitte
Fussnoten
Aachen, Münsterplatz
Aachen, Barbarossapark
Bedburg-Kaster
Burg Binsfeld
Erftstadt-Lechenich
Grevenbroich-Gustorf
Jülich, Am Aachener Tor
Jülich, Propsteikirche
Jülich, Schloßstraße
Rheinbach-Zentrum
Rommerskirchen-Eckum
Rommerskirchen-Gill
Steinzeit in Südwest-Bayern
Stolberg-Gressenich
Titz, Kölner Straße
Weilerswist-Neukirchen

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Abb.1 [Luftbild] - [DGK]

Norbert Bartz, April 2010

I. Anlass und Lage

Den Anlass für die durchgeführte Maßnahme bildeten Umbau und Erweiterung eines Ärztehauses auf dem Grundstück Schlossstrasse 22 in Jülich, Kr. Düren. Im Zuge der Bauarbeiten fand eine archäologische Baubegleitung aller Bodeneingriffe sowie infolgedessen verschiedene Befunduntersuchungen statt.

Das überplante Baugrundstück liegt im Zentrum der Jülicher Altstadt, ca. 135 m südlich des Südgrabens der renaissancezeitlichen Zitadelle, ca. 80 m westlich der Ostkurtine der renaissancezeitlichen Stadtbefestigung, im direkten Bereich des nordöstlichen Abschnittes der mittelalterlichen Stadtbefestigung sowie im nordöstlichen Zentrum des römischen vicus des 1.-3. Jh., ca. 50 m südlich der von Osten kommenden und unweit nach Südwesten in den Jülicher Kernvicus einschwenkenden römischen Straße von Köln nach Heerlen und ca. 75 m nordöstlich der vermuteten spätrömischen Kastellmauer.

II. Technische Vorgehensweise, Projektablauf, Vermessung

Die archäologischen Arbeiten vor Ort wurden nach Erteilung der Grabungsgenehmigung durch die Obere Denkmalbehörde Düren am 15. Oktober 2009 begonnen und liefen in mehreren Abschnitten bis zum 18. Dezember 2009. Die Bodeneingriffe wurden unter ständiger archäologischer Kontrolle ausgeführt. Die wissenschaftliche Grabungsleitung wurde von Thomas Ibeling M.A. und die technische Grabungsleitung vor Ort von Norbert Bartz übernommen.

Wegen der unter Denkmalschutz stehenden Straßenfassade aus den 1950er Jahren konnte das bestehende Gebäude nicht niedergelegt werden, sondern wurde entkernt und komplettsaniert. Die Erweiterungen des Gebäudes in den nördlichen und westlichen Hofbereichen wurde aufgrund des vermuteten schlechten Untergrundes auf 18 Stahlbetonpfählen gegründet. Die zunächst als Schneckenbohrungen geplanten Pfahlgründungen wurden aufgrund des zu engen Bauraums mittels eines Seilzugbaggers mit Rammvorrichtung durchgeführt. Dabei wurde ein schwerer Hammer mit entenschnabelförmigem Greifer in 0,10-0,20 m Schritten, teilweise verrohrt, in den Untergrund getrieben. Die 0,60–0,70 m durchmessenden Bohrungen (St.2 bis 19) erreichten eine Tiefe von 5,20–11,20 m unter Geländeoberkante und durchschlugen dabei an diversen Stellen anthropogen geprägte Straten, deren Aussehen und Abfolge schriftlich unter den jeweiligen Stellennummern protokolliert wurden. Auf Grundlage der so ermittelten Fakten wurden anschließend 10 schematische Bohrprofilschnittpläne erstellt (Abb. s.u.). In einem zweiten Bauabschnitt wurden mehrere Schachtungen für Treppenhaus und Fahrstuhlschacht im nördlichen Hofbereich mit Tiefen von 1,20 bis 4,50 m angelegt, bei dem ein größerer Grabenbefund (St.31) mehrfach angeschnitten wurde. In einem dritten Bauabschnitt wurde das gesamte Hofareal bis in eine Tiefe von ca. 0,60 m unter GOK ausgekoffert, bei dem im westlichen Hofbereich 4 mittelalterliche und 3 spätneuzeitliche Mauerbefunde aufgedeckt wurden (St.20, 21 und 25 bis 30). Nach dem Einbringen einer 0,10 m mächtigen Sauberkeitsschicht aus Lavaschotter wurden abschließend diverse bis ca. 1 m unter GOK abgetiefe Schachtungen für Streifenfundamente als Auflage für die Bodenplatte des Erweiterungskomplexes angelegt, die im westlichen Hof- und Hinterhofbereich archäologisch begleitet wurden.

Die Vermessung der Eckpunkte des Geländes sowie der Profilnägel erfolgte mit Hilfe eines Tachymeters. Befunde und Funde wurden relativ zu den bestehenden Gebäudeecken eingemessen und gezeichnet sowie mittels Nivelliergerät und Messlatte höhennivelliert. Die Straten und Fundtiefen innerhalb der Pfahlbohrungen wurden mit Lot und Maßband zur GOK eingemessen, wobei hier aufgrund der bauseitigen Vorgehensweise nur bedingt genaue Werte und stratigraphische Abfolgen ermittelt werden konnte. In allen Fällen ließ sich jedoch auf 0,20 m genau die maximale anthropogene Eingriffstiefe bei 2 bis 6,50 m unter GOK ermitteln.

III. Archivlage und benachbarte Befunde

Das vorgefundene, im Grundriss 12,60 x 12 m messende Gebäude Schloßstraße 22, mit seiner denkmalgeschützten Fassade, ist 1955 errichtet worden[1] . Nördlich des Gebäudes erstreckte sich bis zum angrenzenden Nachbargrundstück Kapuzinerstraße 16 eine 9,50 x 17 m große unbefestigte Hoffläche die als Parkfläche genutzt worden und straßenseitig von einer ca. 2 m hohen Ziegelmauer mit Tor begrenzt war. Westlich hinter dem Gebäude befand sich ein 12 x 5 m großes Hinterhofareal das westlich eines im Zuge der aktuellen Baumaßnahme zugeschütteten Kellerzugangs als Kleingartenfläche genutzt wurde.

 

Der direkte Vorgängerbau war ein 1937 errichtetes Kino, welches mit seinen Abmessungen von ca. 12 x 20 m an der Straßenseite geringfügig schmäler war, dafür in W/O Richtung aber 8 m länger[2] . Die Strassenfassade des im östlichen Drittel unterkellerten Gebäudes dürfte an der gleichen Stelle wie das heutige Gebäude gestanden haben. Die nördliche Längsmauer des Gebäudes (St.20/28) lag unmittelbar südlich hinter der N-Außenmauer des aktuellen Gebäudes von 1955. Die westliche Abschlussmauer muss im Bereich des heute westlich angrenzenden Grundstücks gelegen haben.

 


Zu jener Zeit war die nördlich an das Kinogebäude anschließende Hoffläche, so wie vor Beginn der Maßnahme, unbebaut. Das Gebäude wurde 1944 durch alliierte Bombenangriffe stark beschädigt und nicht wieder aufgebaut.

 

 

 

 

 

Auf Katasterplänen von 1896 (Abb. 5) und 1868 (hier Esplanade Straße, Abb. 6), ebenso wie auf dem diesen Plänen zu Grunde liegenden preußischen Urkataster von 1821 (Abb. 7) ist das Grundstück anders parzelliert und scheint nur am südlichen Rand mit einem langschmalen Gebäude bebaut gewesen zu sein.

Die modern restaurierten Wallgräben und Bastionen der unweit gelegenen renaissancezeitlichen Zitadelle sind noch heute zu besichtigen. Der Übergang zur Ostkurtine der gleichzeitigen Stadtbefestigung mit ihrem vorgelagerten Graben ist ebenfalls noch heute im südöstlichen Abschnitt der Kontereskarpe des Zitadellengrabens, gegenüber der südlichen Flanke der Wilhelmus-Bastion sichtbar. Von da aus kreuzte die Stadtbefestigung den heutigen Schlosspark in südlicher Richtung bis zur Kölnstraße östlich des heutigen Kreuzungsbereichs Kölnstr. / Poststr. / Schloßstr. Die heutige Schloßstrasse bildet bereits auf dem zweitältesten noch erhaltenen Plan der Festung Jülich von 1604 (Abb. 8)[3] mit der östlichen Kapuzinerstr. und dem nördlichen Teil der Baierstr. den stadtseitigen Rand der Esplanade zwischen Stadt und Südfront der Zitadelle.

Auf einem Kupferstich von Nicolaes van Geillekerche von 1610 (Abb. 9)[4] fehlt im Bereich des aktuellen Baugrundstücks markanter Weise die ansonsten durchgängig traufständige Straßenbebauung und es scheinen sich an dieser Stelle fliegende Gebäude zu befinden. Obwohl der Kupferstich mit großem Detailreichtum ausgeführt ist, erscheinen die Proportionen insgesamt stark verzogen und die Detailgetreue bleibt hier im einzelnen natürlich fraglich.

Für das Mittelalter ist vor allem die Lage des Baugrundstücks im unmittelbaren Bereich des östlichen Abschnittes der mittelalterlichen Stadtbefestigung zu nennen, vermtl. unweit südlich des mittelalterlichen Osttores, das F. Lau[5] am östlichen Ende der Kapuzinerstr. lokalisiert.

W. Haberey dokumentierte 1949 im Kellerbereich des Vorgängergebäudes ein W-Profil [1949/3][6], in dem eine grabenartige Struktur erfasst wurde[7], bei der es sich um die südliche Fortsetzung des Grabenbefundes in Schnitt St. 22 handeln dürfte. Eine vergleichbare Grabenstruktur wurde 1987 im Zuge der Kanalsanierung Schloßstraße zwischen Köln- und Kapuzinerstraße beobachtet[8].

Am östlichen Ende des Baublocks Kapuzinerstraße 11-15 wurde 1953 in einem Streifen, der im hinteren Bereich exakt mit zwei Vorkriegskatastergrenzen übereinstimmt eine "Geröllmauer" [1953/1] angeschnitten, die an der Straßenseite 1 - 2 m ins Grundstück hinein erhalten war und mit insgesamt 4,70 m Breite noch bis in das Grundstück Kapuzinerstraße 17 reichte. W. Haberey (Rhein. Landesmuseum Bonn) beschreibt den Befund wie folgt: „Technik/große Blöcke/bis über zentnerschwer/überwiegend Quarzit/Mörtel Trass sehr hart braungrau und grober bis halbgroßer Kies/kein Ziegel, kein Altmaterial. – Mauer endet offensichtlich im Grundstück, östlich davon ein Bombentrichter. Tiefe nicht erreicht, reicht nach oben bis direkt unter Oberfläche.“[9] Der Grund für die fehlende nördliche Fortsetzung in der Mauer wird nach M. Perse[10] in dem von Haberey skizzierten Nordprofil der Baugrube deutlich, das an seiner Ostseite wahrscheinlich eine als Ausbruchsgrube zu deutende Beobachtung festhält.

Ein ebenfalls aus vergossenen Bruchsteinen und Rurgeröllen bestehender Mauerabschluss ragte aus dem Südprofil des 1987 sanierten Kanals Kapuzinerstraße heraus, in dem u.a. einige sekundär verwendete römische Dachziegel zu erkennen waren [1987/1]. Östlich vorgelagert war ein weiterer Gussmauerbefund [1987/2], der jedoch wie auch das Mauerstück 1953/1 an der Ostseite von einem großen Bombenkrater gestört war. Neben den bereits nachgewiesenen Bruchsteinen und Geröllen traten hier nachweislich auch vereinzelte Feldbrandziegel auf[11].

Beide Mauerteile waren bereits 1949 schon einmal aufgedeckt und von J. Halbsguth beschrieben worden[12].

Die südliche Fortsetzung jener mittelalterlichen Mauerreste wurde 1960 beim Bau des Eckhauses Kapuzinerstraße 16 durch zwei pfeilerartige Mauerreste verdeutlicht [1960/1+2], die zu großen Teilen noch heute im Kriechkeller des Hauses erhalten sind. Das unregelmäßig abgeschrotete Gussmauerwerk besteht aus Bruchsteinen, Geröllen und Feldbrandziegeln. Die Flucht dieser Mauerreste scheint den Verlauf der südlich anschließenden Vorkriegskatastergrenze geprägt zu haben[13]. Beide Pfeilerfundamente entsprechen in ihren Ausmaßen, Mauertechnik, Steinmaterial, Ausrichtung, Mauerflucht und Distanz zueinander den Pfeilerfundamenten St.21, 25, 26 und 27 der aktuellen Maßnahme.

Eine Fundnotiz von J. Halbsguth bezeugt 1950 Mauerreste mit römischen Spolien im Kanalverlauf der Schloßstraße, nördlich der Einmündung Kapuzinerstraße, was an anderer Stelle als mgl. Hinweis auf einen mittelalterlichen Mauerzug gewertet wurde [1949/2][14].

Unter der Kölnstraße, genau auf Höhe der Grundstücksgrenze Nr. 15- 17, konnte ein Pfeilerfundament von 2 m Dicke bis 3,80 m tief erkannt werden [1987/3]. Es bestand aus großen, mit Mörtel vergossenen Rurgeröllen und Feldbrandziegeln[15].

Im hofseitigen Keller des Hauses Kölnstraße 17 sitzt ein heute unsichtbarer massiver Mauerrest, der den Mauerverlauf zwischen den Pfeilerfundamenten St.21, 25, 26 + 27 und dem Pfeilerfundament unter der Kölnstraße markiert[16].

IV. Technische Stellen

Die technischen Stellen gliedern sich in 17 Bohrprofile für Pfahlgründungen, (St.2 und 4 bis 19) und 4 Schnitte (St.3, 22, 23 und 24).

IV.1. Pfahlbohrungen

Von den 18 geplanten Pfahlgründungen wurden letztlich nur 17 wie vorgesehen ausgeführt. Die geplante Pfahlgründung in der nordwestlichen Ecke des Geländes (St.3) wurde in ca. 1 m Tiefe wegen eines massiven Gussmauerwerks (St.21) abgebrochen und beim Versuch dieses Mauerwerk mittels Minibagger und Stemmmeißel zu durchstoßen zu einem 2 x 1,6 m großen und 1,5 m tiefen Schnitt ausgeweitet.

Die Pfahlbohrungen wurden in der Reihenfolge ihrer Anlage mit Stellennummern bezeichnet und die dabei festgestellte Stratigraphie in 6 S/N- und 4 W/O-Bohrprofilschnitten schematisiert dargestellt. Bei den in 0,1-0,2 m Schritten sukzessive bis auf 5,2-11,2 m abgetieften Bohrungen wurden die Sedimentationsabfolgen und die Unterkante der anthropogenen Eingriffe relativ zur Geländeoberkante ermittelt. In den Bohrprofilschnitten wurden jeweils die UK der anthropogen geprägten Straten, sowie die OK der anstehenden Terassenschotter und Terassensande der einzelnen Bohrungen mit symmetrisch gekrümmten Kurven verbunden. Eine fotografische Dokumentation der Bohrprofile war auf Grund der Beleuchtungsverhältnisse und des geringen Bohrlochdurchmessers (0,6-0,7 m) nicht möglich.

Bis auf die Bohrungen St.2 und 7, die bei zunehmender Tiefe leicht nach Westen, bzw. Südwesten abrutschten, konnten alle anderen Bohrungen relativ genau vertikal ausgeführt werden. Die Bohrungen St.4, 5, 8 bis 10, 12 bis 15 und 17 bis 19 wurden jeweils im mittleren und/oder unteren Bereich innerhalb einer Verrohrung durchgeführt, was die archäologischen Beobachtungen insoweit erschwerte, dass hier keine durchgängige optische Kontrolle der Profilwände erfolgen konnte. Auf der anderen Seite wurde durch die Verrohrung eine Vermischung mit Bodenmaterial aus den oberen Bereichen verhindert, die in den Bohrungen St. 2, 7, 11 und 16 in gewissen Maße gegeben war.


Abb.10 Bohrprofilplan

IV. 2. Schnitte

Schnitt St.3 in der NW-Ecke des Geländes ist durch umfangreiche Stemmarbeiten am dem Pfeilerfundament St.21 südlich vorgelagerten sehr harten Gussmauerwerk St.31 entstanden und soll an Stelle der geplanten Pfahlgründung mit Beton aufgefüllt werden und so als Eckauflage für die geplante Bodenplatte der Gebäudeerweiterung dienen.

Schnitt St.22 ist eine 6 x 5 m große und ca. 4,50 m tiefe Schachtung für Fundamentierung von Treppenhaus und Aufzugschacht im südöstlichen Teil des Hofgeländes zwischen den Bohrungen St.8, 11 und 14, an die N-Außenmauer des Altgebäudes angrenzend. Hier wurde im WSW-Profil der Graben St.32 teilweise angeschnitten.

Schnitt St.23 ist eine ungeplante ca. 4 x 4 m große und 2 m tiefe Schachtung, die unmittelbar nördlich und nordöstlich der Bohrung St.6 liegt, ohne archäologische Begleitung ausgeführt wurde und zur Zwischenlagerung von Abraum dienen sollte. In den Böschungen der Schachtung konnte die obere Verfüllung des Grabens St.31 festgestellt werden. Dokumentiert wurde exemplarisch nur das relativ vertikale SW-Profil, in dem sich in der oberen, jüngeren Verfüllung (23-9) im OK-Bereich 2 kleine braune, bleiglasierte Faststeinzeugwandscherben befanden, die nicht geborgen worden sind.

Schnitt St.24 ist eine ebenfalls nicht abgesprochene 6 x 3 m große und 1,20 m tiefe Schachtung zwischen Schnitt St.22 und dem Nachbargebäude Kapuzinerstr. 16, die als Arbeitsplattform des Minibaggers für die weitere Abtiefung des Schnittes St.22 für Unterfangungsarbeiten des Altgebäudes diente. Das NW-Profil des Schnittes war schräg abgeböscht und das SO-Ende des Schnittes lag auf Höhe des NW-Profils von Schnitt St.22. St.24 bewegte sich, soweit erkennbar, im wesentlichen im Bereich einer nach Norden zunehmend mit Bauschutt durchsetzten Auffüllschicht.

V. Befundlage

Die Befundlage setzt sich zum Einen zusammen aus den stratigraphischen Verläufen, die sich aus 17 Bohrprofilen (St.1-32 bis -41) ergibt und zum Anderen aus 8 Mauerbefunden, die sich in 5 spätmittelalterliche (St.21, 25, 26, 27 und 31) und 3 spätneuzeitliche Mauerbefunde (St.20/28, 29 und 30) untergliedern lassen, sowie einer römische Funde aus dem 1.-4. Jh. führende Schicht (St.21-44 = 25-14 = 26-12 = 27-15) im westlichen Hofbereich.

V.1. Stratigraphie Pfahlbohrungen

Die Bohrprofile zeigen lediglich an zwei Stellen mit einer Mächtigkeit von 2,50 m einen relativ flachgründig anthropogen gestörten Boden (bei 82,00 m NN). Zum einen im südlichen Hinterhofbereich, bei Pfahlbohrung St.7 (s. Tafel I ), unmittelbar westlich von Pfeilerfundament St.27, und zum anderen bei Bohrung St.5, 2,40 m nordöstlich von Pfeiler St.25 ( Tafel II + VIII ). Im Gegensatz zu St.7 ist in St.5 der Boden, neben neuzeitlichem auch erkennbar mit röm. Ziegelbruch durchsetzt. In beiden Bohrungen zeigt sich die gleiche Stratigraphie.

Alle anderen Bohrungen zeigen anthropogene Eingriffe, die auf einen Graben schließen lassen. Die anthropogenen Störungen zeichnen sich neben den meist dunklen Sedimenten durch Einschlüsse aus röm. und neuzeitlichem Ziegelbruch, Ziegelsplitt, Holzkohlesplitt, Kalkmörtel, Bruchsteinen, Schieferbruch, Knochenfragmenten, Glas sowie Keramikbruch aus. Ihre UK bewegt sich in Tiefen zwischen 3,40 m bis 6,60 m unter Geländeoberfläche (80,76-77,56 m NN) und zeigen in den Bohrprofilschnitten meist stufenförmige Verläufe. Zur Schlossstrasse hin geht sie in eine mächtige rezente Sandaufschüttung über, die auf einer 0,20-0,40 m mächtigen dunkelgraubraunen Bt-Schicht mit röm. Ziegelbruch, HK und mittel- bis großformatigen Bruch- und Natursteinen aufliegt. Jeweils eine Lage mächtiger, unterschiedlicher, meist verrollter Natursteine fand sich in den Bohrungen St.6 (79,23 m), 8 (77,66 m), 9 (77,56 m), 12 (77,66 m) und 19 (79,80 m) jeweils an der UK der anthropogenen Störung.

Bemerkenswert ist, das in den Bohrungen St.2, 9 und 10, von einem modernen Dachziegelfragment (10-5) abgesehen, nur römische Scherben aus dem 1.-4. Jh., zum Teil in beträchtlicher Menge, zu Tage kamen. Etwa 60% der gesamten Keramik stammt aus St.2.

V.2. Mauerbefunde

V.2.1. Spätmittelalterliche Pfeilerfundamente St. 21/31, 25, 26 und 27

Im westlichen Hofbereich wurden im Planum vier mächtige in regelmäßigen Abständen in einer Flucht gesetzte Pfeilerfundamente auf einer Vorkriegskatastergrenze aufgedeckt. Sie liegen in der selben Flucht und Ausrichtung wie die beiden Pfeilerfundamente auf dem Grundstück Kapuzinerstr. 16, die dort beim Bau des Hauses 1960 freigelegt wurden [1960/1,2] und dort in einem Kriechkeller noch weitgehend erhalten sind[17]. In der südlichen Verlängerung der Pfeilerreihe befindet sich im hofseitigen Keller des Hauses Kölnstr. 17 ein weiterer gleichartiger Pfeiler [1987/4], ebenso wie unter der Kölnstr. vor Haus Nr.15/17, der im Zuge der Kanalsanierung 1987 im Nordprofil des Kanalschnittes dokumentiert wurde[18] [1987/3].

Die unregelmäßig abgeschroteten, im Planum 2 x 2 m großen Mauerwerke bestehen aus großen und mittleren, sehr kompakten Quarzitbruchsteinen, viel mittel- und großformatigen Kiesen (Rurschotter), im oberen Bereich ca. 15% NZ-Ziegelbruch und insgesamt mit einem hellen, weißlichen sehr hartem Kalkmörtel mit Trassbeischlag vergossen.

Wie die Konturen von St.25, 26 + 27 im Planum und das SW- und SO-Profil von St.25 zeigen, sind die zunächst stark wildlagig wirkenden Pfeiler an den Außenseiten vertikal sehr sauber abgearbeitet. Im Kern ist das Mauerwerk insgesamt in Lagen aufgebaut, lediglich der eingeschossene Ziegelbruch ist sehr wild gearbeitet. Außer auf der NW-Seite von St.27 war keine Baugrube der Pfeilerfundamente zu erkennen.

Die UK der bis in eine Tiefe von 0,60 m unter GOK freigelegten Mauerwerke wurde an keiner Stelle erreicht. Alle 4 Pfeiler sind in eine röm. Funde aus dem 1.-4. Jh. führende Schicht eingetieft. Die lichte Weite zwischen St.21 und St.25 beträgt 5 m, zwischen St.25 und St.26 nur 4,60 m und zwischen St.26 und St.27 wieder 5 m.

Dem Pfeilerfundament St.21 ist das rechteckige podestartige Gussmauerwerk St.31 südöstlich vorgelagert. St.31 schließt fugenlos an St.21 an und besteht aus einem extrem harten, mittelbraunen zementartigen Material aus Tonerde mit Trassbeischlag und eingegossenen klein- bis mittelformatigen Kiesen, Ziegelbruch, Keramik- (röm. TS) sowie vereinzelten kleineren Knochen- und Kalkmörtelfragmenten. Die OK von St.31 liegt 0,51 m tiefer als die OK von St.21. Das im Planum auf 2,20 x 1,93 m und in einer Höhe von 0,95 m erfasste Gussmauerwerk war derart zäh und stabil, dass es mit einem 5t-Minibagger mit Schaufel nicht abzubauen war. Auch mit einem Presslufthammer war es nur sehr mühsam in kleinsten Teilen abbaubar. Um den 1,2 x 2 m großen und 1,50 m tiefen Schnitt St.3 im Bereich von St.31 anzulegen, waren z. B. 8stündige Baggerstemmarbeiten notwendig. Offensichtlich ist St.31 zum Tragen einer hohen Auflast konzipiert.

Mörtel und Mauertechnik im unteren Bereich könnten rein optisch und haptisch durchaus auch röm. sein, der Ziegelbruch im oberen Bereich zeigt jedenfalls eine (früh)neuzeitliche Adaption oder Umbau an. Eine Datierung als spätmittelalterlich lässt sich jedoch aus der Archivlage ableiten, da es sich um die Pfeilerfundamente der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 14. Jh. handeln muss, die im Aufgehenden die Widerlager der Entlastungsbögen tragen. Ein letzter Überrest der mittelalterlichen Stadtmauer findet sich heute noch im Garten des Hauses Stiftsherrenstraße 9. Die Mauertechnik ist hier in verschiedenen unteren Bereich sehr ähnlich. Die lichte Weite zwischen den ebenfalls 2 m breiten Strebepfeilern beträgt auch hier 5 m. Im Bereich der Stiftsherrenstraße befindet sich die Stadtmauer ebenfalls auf einer Parzellengrenze des Vorkriegskatasters.

V.2.2. Spätneuzeitliche Ziegelmauerwerke St. 20/28, 29 und 30

St.20: Spätneuzeitliches Mauerwerk aus Feldbrandziegeln im Binderverband und stark sandigem Kalkmörtel in W/O-Richtung. N-Außenmauer des Vorgängerbaus von 1937 (Kino) = St.28. Datierung: 20. Jh.

St.29: Spätneuzeitliches Mauerwerk aus Feldbrandziegeln im Binderverband und stark sandigem Kalkmörtel in N/S-Richtung. Im rechten Winkel zu Mauer St.20/28. Mit seinem Südende an die N-Seite von Pfeilerfundament St.26 stumpf anstoßend. Im weiteren nördlichen Verlauf gestört. Mglw. Raumteiler des Kinos von 1937. Mörtel und Ziegel = St.20/28. Datierung: 20. Jh.

St.30: Flach gegründetes spätneuzeitliches Mauerwerk aus Feldbrandziegeln im Binderverband und sehr stark sandigem Kalkmörtel in W/O-Richtung westlich von Pfeilerfundament St.25. Sehr sandiger, gelber Kalkmörtel. Mgl. ehemalige Garten- oder Grundstücksmauer. Datierung: 19./20. Jh.

V.3. Spätmittelalterlicher Grabenbefund St. 31

Im WSW-Profil von Schnitt St.22 wurde ein Grabenbefund angeschnitten, dessen lagige Verfüllung nach Norden leicht abfällt. Auf der südsüdöstlichen Seite des Profils zeigt sich im unteren Bereich eine Grabenschulter, die in einen anstehenden feinsandigen Bt-Löß eingegraben ist. Die UK taucht nach NNW unter die Untersuchungstiefe ab. Aus der untersten Verfüllung konnten zwei röm. Keramikfragmente geborgen werden, darunter eine reliefverzierte TS aus dem 2.-4. Jh. Im oberen Bereich wird die Grabenstruktur auf der SSO-Seite von der Baugrube des Altgebäudes Schloßstr. 22 und auf der NNW-Seite von einer neuzeitlichen Aufschuttplanierung gekappt. Im NNW-Profil von St.22 ist die Grabenstruktur ca. 2 m ostnordöstlich von WSW-Profil durch eine rezente Sandaufschüttung gekappt. In etwa der südlichen Verlängerung von WSW-Profil/St.22 ist 1949 im Keller des Vorgängerbaus von 1937 in einem W-Profil ebenfalls eine Grabenstruktur beschrieben und gezeichnet worden.[19]

In den Profilen von Schnitt St.23 war ebenfalls deutlich eine horizontal geschichtete Grabenverfüllung zu erkennen, die im SW-Profil/St.23 dokumentiert wurde. Auch hier zeigt sich ein leichtes Gefälle nach Norden hin. In St.23 liegt die untere Schicht, die farblich und strukturell der unteren Schicht aus St.22 entspricht, ca. 1,30 m höher als in St.22. Daraus ergibt sich zusätzlich ein mögliches Gefälle von W nach O. Bei einer Kanalsanierung in der Schloßstr. wurde 1987 im W-Profil des Kanalschnittes ebenfalls eine grabenartige Struktur erkannt. Die Bohrprofile zeigen darüber hinaus, dass westlich und südwestlich der Bohrung St. 5 der Grabenbefund ausfällt.

Obwohl die Beifunde röm. sind, dürfte der Grabenbefund, genau wie die Pfeilerreihe St.21, 25, 26, 27 als spätmittelalterlich zu datieren sein.

V.4. Römische Fundschicht St. 21-44/25-14/26-12/27-15

Im westlichen Hofbereich des Geländes wurde zwischen den Pfeilerfundamenten St.21 und 27 eine Schicht im Planum freigelegt, die viel römische, zum Teil verzierte Keramik, 1 röm. Münze (Follis, Constantius II.) und einen Bronzering enthielt. Das Fundspektrum aus dem 1.-4. Jh. repräsentiert den bekannten Jülicher vicus.

Die Fundschicht ist im Osten durch die Baugrube des Altgebäudes, bzw. durch den Grabenbefund St.32 gekappt, im Südwesten von einer stark humosen Lage (Gartenerde) gestört/überlagert. Auf den SW-Seiten der Mauerbefunde St.31, 25 und 26 durch rezente Kiesaufschüttung gestört. Im SO und NW bis an die Grabungsgrenze heranreichend.

VI. Zusammenfassung

Im Zuge von Umbau und Erweiterungen eines Ärztehauses am Gebäude Schlossstrasse 22 wurden baubegleitende archäologische Untersuchungen durchgeführt, die eine Dokumentation der bei den 1 bis 4,50 m tiefen Ausschachtungsarbeiten für Aufzug, Treppenhaus und diverse Streifenfundamente angeschnittenen Befunde gewährleisten sollten. Bei der 223 m² großen Fläche handelt es sich um die Hofareale des Grundstücks. Bauvorgreifend wurden 17 Tiefbohrungen für Betonpfahlgründungen archäologisch begleitet, wodurch ein grober Überblick über die stratigraphischen Verhältnisse gewonnen werden konnte.

Als älteste Struktur ist eine röm. Fundschicht anzuführen, bei der es sich um eine spätrömische Planierschicht handeln dürfte.

Die für die Jülicher Stadtgeschichte besonders interessanten Befunde stellt die Pfeilerreihe St.21, 25, 26, 27, das an St.21 südöstlich angesetzte Gussmauerwerkpodest St.31 und die östlich dieser Baubefunde vorgelagerte Grabenstruktur St.32 dar. Als ungewöhnlicher Befund ist das außergewöhnlich stabil gebaute Gussmauerwerk St.31 zu nennen, dessen Funktion unklar bleibt. Die Pfeilerreihe passt sich gut an nördlich und südlich des Areals bekannte Altbefunde an und bestätigt den bereits vermuteten Verlauf der spätmittelalterlichen Stadtmauer aus dem 14. Jh. für diesen Bereich, wenn auch keine datierbaren Beifunde gemacht werden konnten.

Deutlich wird auch, das eine markante Parzellierung des preußischen Urkatasters zwischen Baierstraße und Kölnstraße, wie bereits vermutet, tatsächlich dem Verlauf der Stadtmauer folgt. Der Grabenbefund bestätigt zusammen mit westlich und südlich bekannten Altbefunden einen der Stadtbefestigung vorgelagerten Stadtgraben, zumindest für das südliche Umfeld des mittelalterlichen Osttores im Bereich der Schloßstraße.

Als jüngste Befunde sind die Ziegelmauerwerke St.20=28, 29 und 30 zu nennen. St.20/28 lässt sich mit Sicherheit dem Vorgängergebäude von 1937 zuweisen, ebenso wie St.29, die optisch und technisch gleich St.28 ist. Bei St.30 dürfte es sich um eine nicht tragende Garten- oder Grundstücksmauer aus dem 19./20. Jh. handeln.


Literatur:

U. Coenen, Von Juliacum bis Jülich, Aachen 1988.
J. Eberhardt, Jülich-Idealstadtanlage der Renaissance. Die Planungen Allesandro Pasqualinis und ihre Verwirklichung, Landeskonservator Rheinland, Arbeitsheft 25. 1978.
W. Haberey, Profilaufzeichnung Schloßstraße 22 vom 20.05.1949. Ortsarchiv Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinl. Bonn Nr. 1161/000 (alte Fst.-Nr. 85).
J. Kuhl, Geschichte der Stat Jülich, insbesondere des früheren Gymnasiums in Jülich, Band 1. Jülich, Bonn 1891.
F. Lau, Quellen zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte der rheinischen Städte. Jülichsche Städte II: Jülich. Bonn 1932.
Ders., Historische Topographie der Stadt Jülich, mit einem Grundbuch bis zum Jahr 1794, Bonn 1932.
H. Neumann, Jülich auf alten Fotografien 1860-1944. Jülich 1980.
Ders., Stadt und Festung Jülich auf bildlichen Darstellungen – Von der Tabula Peutingeriana bis zur Grundkarte des 20. Jahrhunderts. 1991.
M. Perse, Zusammenfassende Darstellung der archäologischen Strukturen der Jülicher Innenstadt anhand der Ausgrabungsergebnisse im Zuge der Kanalsanierung 1987. Jülich 1988.
Ders., Zusammenfassende Darstellung der archäologischen Strukturen der Jülicher Innenstadt anhand der Ausgrabungsergebnisse im Zuge der Kanalsanierung 1987. Jülich 1988.
Ders., Jülich – Sondagen der archäologischen Strukturen im Rahmen der Innenstadtsanierung. Archäologie im Rheinland. Köln 1989.
Ders., Neue Beiträge zur Jülicher Geschichte Band I, Herausg. G. Bers. Jülich 1990.
Ders., Beiträge zur Jülicher Archäologie III, Jülich 1994, 106.
P. J. Tholen, Iuliacum – Jülich. Eine topographische Studie. Bonner Jahrbuch 175. 1975.
O. Zanger, Baudenkmäler in der Stadt Jülich. Jülich 1989.


Abbildungsnachweis:

Abb. 1: Lageplan der Maßnahme, eingetragen in DGK-Ausschnitt 5004/25

Abb. 2: Gebäude vor Beginn der Maßnahme; Wurzel Archäologie, 2009

Abb. 3: Schloßstraße, 1930er Jahre; Fotograf unbekannt

Abb. 4 : Schloßstraße, 1930er Jahre; Fotograf unbekannt

Abb. 5: Katasterplan 1896, Ausschnitt

Abb. 6: Katasterplan 1868, Ausschnitt

Abb. 7: Urkatasterplan 1821, Ausschnitt

Abb. 8: Verzeichnuß der weitberühmten Stadt und Vestung Gülich, wie die mit ihren Bollwerken, graben, und wählen umbfang und begriften, samt allen Straßen der Stadt, durch die verjüngte füßmaß eigentlich zu erfahren. Schwarze Federzeichnung auf Ölpapier; „Gezeichnet zu Düßeldorff den 4 Februarij ao. 1604“. Württemberg. Landesbibliothek Stuttgart, Graph. Sammlung Nicolai 137, 38 c.

Abb. 9: DIE SEEKER en WARCHTIGE AFBEELDINGE VAN GULICK en CASTEEL met t’Leger von s. P. Excelen. en Hert. Brandenburg; Nicolaes van Geillekerche; 1610. Rijksprentenkabinet Amsterdam.

Abb. 10: Lageplan der Pfahlbohrungen; N. Bartz, 2009


Bohrprofilschnitte (N. Bartz, 2009)

Tafel I

Tafel II

Tafel III

Tafel IV

Tafel V

Tafel VI

Tafel VII

Tafel VIII

Tafel IX

Tafel X


- - - - - -Fussnoten- - - - - -

[1] Bauplan mit Zustimmungsbescheid von 1955, Bauamt Jülich

[2] Bauplan mit Zustimmungsbescheid von 1937, Bauamt Jülich

[3] Schwarze Federzeichnung auf Ölpapier; Düßeldorff, 4 Februarij ao. 1604. Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Graph. Sammlung Nicolai 137, 38 c.

[4] Nicolaes van Geillekerche; 1610.
Nicolaes Geillekerche (auch Geilkerck, Geel[en]kercken, Geylekerck; * um 1585 † 1657) gilt als einer der berühmtesten niederländischen Stecher, Kartenverleger und Landmesser der 1. Hälfte des 17. Jh.

[5] F. Lau, Quellen zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte der rheinischen Städte. Jülichsche Städte II: Jülich. Bonn 1932.
ders., Historische Topographie der Stadt Jülich, mit einem Grundbuch bis zum Jahr 1794, Bonn 1932.

[6] Die in eckigen Klammern angegebenen Ziffern beziehen sich auf Kennzeichnungen im Gesamtplan St. 1-67

[7] W. Haberey, Profilaufzeichnung Schloßstraße 22 vom 20.05.1949. Ortsarchiv Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinl. Bonn Nr. 1161/000 (alte Fst.-Nr. 85).

[8] M. Perse, Zusammenfassende Darstellung der archäologischen Strukturen der Jülicher Innenstadt anhand der Ausgrabungsergebnisse im Zuge der Kanalsanierung 1987. Jülich 1988.

[9] W. Haberey, Notiz vom 26.01.1953 (Ortsarchiv des Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinl. Bonn Nr. 1161/016)

[10] M. Perse, Neue Beiträge zur Jülicher Geschichte Band I, Herausg. G. Bers. Jülich 1990

[11] Ders., Zusammenfassende Darstellung der archäologischen Strukturen der Jülicher Innenstadt anhand der Ausgrabungsergebnisse im Zuge der Kanalsanierung 1987. Jülich 1988, 27 f.

[12] J. Halbsguth in: Beilage der Jülicher Volkszeitung "Unsere Heimat" 2, 1950, Nr. 3, S. 17

[13] M. Perse, Beiträge zur Jülicher Archäologie III, Jülich 1994, 106

[14] J. Halbsgut, Unsere Heimat, Beilage JVZ 2, 1950 Nr. 2 (Februar), 17

[15] M. Perse, Beiträge zur Jülicher Archäologie III, Jülich 1994, 111

[16] Ders., a.a.O., 110

[17] M. Perse, Jülich 1988.

[18] Ders., a.a.O.

[19] W. Haberey, 20.05.1949. Ortsarchiv ABR Bonn, Nr. 1161/000 (alte Fst.-Nr. 85).